Es ist seit Langem bekannt, dass Kinder, die auf dem Land aufwachsen und Kontakt mit Kuhställen haben oder zumindest in der Nähe eines Bauernhofs leben, ein verringertes Risiko für atopische Sensibilisierungen und Allergien aufweisen. Aber auch erwachsene Allergiker können von der „Kuhstall-Luft“ profitieren.

Prof. Bergmann hat sich intensiv mit dem Bauernhof-Effekt beschäftigt und insbesondere erforscht, ob er diesen Kuhstalleffekt auch bei der Hausstaubmilbenallergie für seine Patienten nutzen kann. Wir haben mit ihm über Beta-Lactoglobulin und das Besondere am traditionellen Kuhstall gesprochen.

Herr Professor Bergmann, Sie leben und arbeiten in der Großstadt Berlin. Wann waren Sie das letzte Mal auf einem Bauernhof?

Ich hatte das Glück, in Templin in der Uckermark und damit in der Nähe von Dörfern aufzuwachsen. Da mein Vater Landarzt war, konnte ich mehrere Ferien auf Bauernhöfen verleben. Im Übrigen besitze ich einen ehemaligen Hof mit großer Scheune in einem kleinen Dorf in der Schorfheide im Norden Berlins und erfreue mich an dem umgebenden Wald, Seen und Wiesen.