Der Atem besitzt für die Gesundheit des Menschen erstaunliche Möglichkeiten. Hier stellen wir die Atemarbeit und die Möglichkeiten des freien Atems vor. Das Element des Atems wird in der Naturheilkunde bislang noch zu wenig genutzt – das wollen wir ändern. Denn für uns ist es kaum vorstellbar, bei den Behandlungen ganz ohne Berücksichtigung des Atems und der Atemübungen auszukommen.

Nachdem wir in vorherigen Artikeln schon drei Atemformen beschrieben haben, widmen wir uns jetzt der vierten Form, der Lungenspitzenatmung. Wir beziehen uns dabei auf die Forschungsergebnisse über den freien Atem von Heinz Grill. Diese Ergebnisse hat er auch für die therapeutische Praxis sehr differenziert und praxisorientiert herausgearbeitet (1).  

Beim freien Atem geht es um mehr als nur um ein leichtes, angenehmes und freies Atmen. Durch die vielfältigen Übungen soll der ganze Mensch, mit Körper und Seele, in eine freiere, erweiternde, vorwärts gerichtete Bewegung gebracht werden. Das erfordert, dass bei den Übungen auch das Bewusstsein berücksichtigt wird. Dafür wird in den Übungen mit Vorstellungen gearbeitet, die auf die nächsten Schritte der Gesundung und Entwicklung gerichtet sind.