Schwerpunkt
Naturheilpraxis 11/2019

Der Atem: Möglichkeiten in Therapie und Prävention

Die Lungenspitzenatmung – Sensibilität, Zentrierung und Sinnesfreude

Der Atem besitzt für die Gesundheit des Menschen erstaunliche Möglichkeiten. Hier stellen wir die Atemarbeit und die Möglichkeiten des freien Atems vor. Das Element des Atems wird in der Naturheilkunde bislang noch zu wenig genutzt – das wollen wir ändern. Denn für uns ist es kaum vorstellbar, bei den Behandlungen ganz ohne Berücksichtigung des Atems und der Atemübungen auszukommen.

Ein Beitrag von Brigitte Kachel und Dr. med. Günter Weis
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Nachdem wir in vorherigen Artikeln schon drei Atemformen beschrieben haben, widmen wir uns jetzt der vierten Form, der Lungenspitzenatmung. Wir beziehen uns dabei auf die Forschungsergebnisse über den freien Atem von Heinz Grill. Diese Ergebnisse hat er auch für die therapeutische Praxis sehr differenziert und praxisorientiert herausgearbeitet (1).

Beim freien Atem geht es um mehr als nur um ein leichtes, angenehmes und freies Atmen. Durch die vielfältigen Übungen soll der ganze Mensch, mit Körper und Seele, in eine freiere, erweiternde, vorwärts gerichtete Bewegung gebracht werden. Das erfordert, dass bei den Übungen auch das Bewusstsein berücksichtigt wird. Dafür wird in den Übungen mit Vorstellungen gearbeitet, die auf die nächsten Schritte der Gesundung und Entwicklung gerichtet sind.

Die 4 Grundformen des Atems

Im Allgemeinen lassen sich vier verschiedene Grundformen der Atmung unterscheiden, die auch mit den vier Hauptorganen in naher Beziehung stehen:

  • Die Flanken-Atmung, die auf die Weite und Leichtigkeit ausgerichtet ist und die Nieren anspricht.
  • Die Tiefen-Atmung, die auf die Tiefe und Konzentration ausgerichtet ist und die Leber anspricht.
  • Die Schlüsselbein-Atmung, die auf die Sensibilität ausgerichtet ist und die Lunge anspricht.
  • Die Mitten-Atmung, die auf die Innerlichkeit und Zentrierung ausgerichtet ist und das Herz anspricht.

Diese vier Qualitäten des Atems haben jeweils eine spezifische und sehr weitreichende Bedeutung für die körperliche und psychische Gesundheit. Durch ihre Kenntnis ergeben sich daher vielfältige Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie (2, 3).

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Naturheilpraxis 11/2019

Erschienen am 04. November 2019