„There will be an answer, let it be, let it be“, lautet die Liedzeile eines 1969 von Paul McCartney geschriebenen Beatles-Songs, dessen berühmter Titel am besten mit „Lass es geschehen“ übersetzt werden kann. Man mag sich fragen, was dieses Lied mit dem Krankheitsbild Kopfschmerz zu tun hat. Die Antwort lautet: eine ganze Menge! Denn besser lässt sich nicht zusammenfassen, was für einen Kopfschmerzpatienten besonders wichtig ist: das innere und manchmal auch das äußere Loslassen.

Die heilsame, den springenden Punkt treffende Wirkung von Worten ist in einer Behandlung, die sich als ganzheitlich versteht, ein ebenso entscheidender Teil wie die Gabe von Medikamenten. Worte können lösen, Bewusstseinsprozesse in Gang setzen, entspannen und Aha-Effekte hervorrufen, die manchmal ebenso wirksam sind wie ein gut gewähltes Simillimum.

Den Tonus senken

Kopfschmerzen sind eine typische Erkrankung der westlichen Welt mit ihrer Überbetonung des rationalen, männlichen Pols und ihrer Kopfbetontheit, die zulasten der Empfindung geht. Nicht umsonst leiden vor allem Schulkinder und Geistesarbeiter besonders häufig unter diesem Krankheitsbild, wenn ihnen der Kopf schwirrt, sie sich das Hirn zermartern und sich Kopfzerbrechen machen, weil ihre Aktivitäten einseitig und zu stark im Haupt stattfinden und weniger aus dem Bauchgefühl heraus oder von körperlicher Anstrengung begleitet sind. Durchsetzungsstarke Menschen, die den Kopf als Rammbock nutzen und mit dem Kopf durch die Wand wollen, sich etwas in den Kopf setzen oder zu Kopf steigen lassen, stehen oft unter solch starkem Leistungsdruck, dass ihnen häufig der Schädel brummt, was im Fall von Kopfschmerzen fast wörtlich zu nehmen ist. Der Volksmund kennt hier eine Fülle von bildstarken Formulierungen.