Fachforum
Naturheilpraxis 12/2018

Das Rezept aus dem Auge

Eine Falldarstellung

In der Juni-Ausgabe 2017 stellte der Autor einen seiner Patienten vor (1). Er litt damals unter starker Müdigkeit und Konzentrationsstörungen – nun ist er froh über seine wiedergewonnene Leistungsfähigkeit. Hier wird berichtet, warum es ihm jetzt viel besser geht und welche grundlegenden Regeln der Irisdiagnostik für die erfolgreiche Behandlung des Patienten eine Rolle spielten.

Ein Beitrag von Dr. Reiner Kaschel
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Welchen Regeln folgt die Augendiagnose, das Rezept aus dem Auge? Manche Regeln fielen mir immer wieder auf, wenn ich Veranstaltungen des Arbeitskreises für Augendiagnose besuchte. Bei Kursen und Tagungen wurden sehr viele Augen besprochen – und was die Referenten dabei sagten, entsprach so gar nicht dem empfohlenen systematischen Vorgehen beispielsweise im Lindemann-Lehrbuch (2). Was dagegen zu den einzelnen Augen gesagt wurde, erinnerte mich an das, was ich bei Willy Hauser von 1979 bis 1982 an der Degerlocher Heilpraktikerschule gelernt hatte. Diese Regeln scheinen einfach – ich stelle einige von ihnen im Folgenden zur Diskussion.

Für den Anfänger erscheint Irisdiagnostik manchmal kompliziert. Ein möglicher Grund könnte darin liegen, dass manche der Regeln zuweilen unausgesprochen bleiben. Erfahrene Kollegen haben diese Regeln so stark verinnerlicht, dass sie darüber wenig sprechen. Zumindest einige dieser Regeln scheinen mir aber recht einfach zu sein. Sie widerlegen, dass Irisdiagnose kompliziert ist. Ich habe den Eindruck, dass die Beachtung dieser Regeln manchmal ähnlich automatisch abläuft, wie dies bei anderen Gewohnheiten des Alltags der Fall ist. „Man erkennt nur, was man kennt“, sagt Hermann Biechele so treffend. Irisdiagnostik zu erlernen, ist daher zunächst einmal Handwerk. Irisdiagnostik täglich zu betreiben, scheint mir eher Teil der Heil-Kunst, die durchaus solides Handwerk voraussetzt: Sie listet keine Details des einzelnen Auges auf, sondern sie ist komplexe Mustererkennung. Wie andere Formen der Expertise erfolgt diese irgendwann nicht mehr schrittweise und sequenziell, sondern simultan und automatisch. Vielleicht rührt daher manches Kopfschütteln, manche Frage eines Anfängers im Augendiagnose-Vortrag: „Wie sieht der Referent das nur? Woran sieht er das so schnell?“ Einige dieser Regeln kann man sich wieder ins Gedächtnis rufen. Ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit versuche ich das im Folgenden.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 12/2018

Erschienen am 01. Januar 2019