Fachforum
Naturheilpraxis 03/2022

Das Reizdarmsyndrom – Diagnostik und naturheilkundliche Behandlung

In den letzten Jahrzehnten suchen zunehmend mehr Patienten wegen Reizdarmsymptomen unsere Praxen auf. Schmerzen, Blähungen oder Durchfälle beeinträchtigen mehr oder weniger die Lebensqualität der Erwachsenen und immer häufiger bereits der Kinder. Aber ist der Reizdarm wirklich ein Reizdarm? Erst wenn alle diagnostischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und die Ursache im Verborgenen bleibt, sollte die Ausschlussdiagnose Reizdarm gestellt werden.

Ein Beitrag von Sigrid Selzer
Lesezeit: ca. 9 Minuten
Panchenko Vladimir / shutterstock.com

Als Synonyme für das Reizdarmsyndrom (RDS) werden auch irritables Kolon, Colon irritable oder Irritable Bowel-Syndrome (IBS) verwendet, obwohl die Ursachen und die Beschwerden keineswegs unbedingt nur im Kolon liegen. In der westlichen Welt leiden schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung aller Altersschichten am sogenannten Reizdarmsyndrom. Frauen sind zweimal so häufig betroffen wie Männer. In Deutschland wird die Zahl der Betroffenen auf 25 Millionen geschätzt. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei etwa 3 Millionen jährlich, Tendenz steigend.

Um Anhaltspunkte für das Reizdarmsyndrom festzulegen, trafen sich vor etlichen Jahren Ärzte in Rom und erstellten die sogenannten Rom-Kriterien.

Rom-IV-Kriterien

Die Rome Foundation veröffentlicht die Diagnosekriterien für funktionelle gastrointestinale Störungen (FGID). Die Rom-IV-Kriterien lösten 2016 die Rom-III-Kriterien ab. Sie legen folgende Merkmale zur Diagnose des Reizdarmsyndroms fest: Symptome mindestens sechs Monate vor der Diagnosestellung mit etwa einem Tag pro Woche in den letzten drei Monaten. Hinzu kommen wiederkehrende Bauchschmerzen, verbunden mit mindestens zwei der folgenden Kriterien: Änderung der Stuhlfrequenz oder der Stuhlkonsistenz oder Zusammenhang mit der Stuhlentleerung.

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Naturheilpraxis 03/2022

Erschienen am 01. März 2022