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Naturheilpraxis 04/2020

Das Karpaltunnelsyndrom – ein Nerv steht unter Druck

Es kribbelt in den Fingern, schmerzt in der Hand und lässt den Daumen kraftlos zurück: Wenn der Mittelhandnerv im Handgelenkstunnel eingeklemmt wird, entsteht das Karpaltunnelsyndrom. Dieses Syndrom ist aber nicht nur als Folge einer Nervenkompression medizinisch von Bedeutung, sondern liefert auch Hinweise auf eine potenzielle Herzinsuffizienz.

Ein Beitrag von Martina Schneider
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Drei Hauptnerven versorgen die Hand: die Nervi medianus, radialis und ulnaris. Nimmt der Druck auf den mittleren Nerv überhand, entsteht ein Karpaltunnelsyndrom (KTS), auch bekannt als Medianus-Kompressionssyndrom. Eine Hauptursache dafür ist die Anatomie des Menschen: Die Wurzelknochen des Handgelenks bilden eine flache Rinne, durch die Nerven, Blutgefäße und die Sehnen der Finger- und Handgelenksbeugemuskeln verlaufen. Ein breites, festes Bindegewebsband, das Karpalband, verschließt die Rinne auf der Beugeseite, wodurch der Karpaltunnel entsteht. Dessen Raum ist begrenzt, sodass es schnell eng werden kann.

Spürbarer Verlust

Druck lässt den Medianus und die ihn versorgenden Blutgefäße leiden, was zu spürbaren Funktionsverlusten führt: Sensorische Störungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen tauchen auf, oder der Patient klagt über motorische Ausfälle, muskuläre Schwäche und Einschränkungen in der Bewegung. Mitunter schmerzt die ganze Hand, das kann bis in den Arm ausstrahlen.

Ursachen

Häufigste Ursachen des Karpaltunnelsyndroms sind:

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Naturheilpraxis 04/2020

Erschienen am 01. April 2020