Schwerpunkt
Naturheilpraxis 02/2020

Das Immunsystem, Wiege unserer Gesundheit

Heutzutage müssen wir uns vor Augen führen, wie schnell sich das Immunsystem (IS) im Gegensatz zu früher mit ständig neuen Herausforderungen beschäftigen muss. Sahen sich unsere Vorfahren eher mit Kriegen, Seuchen, Mangelernährung und schlechter medizinischer Versorgung konfrontiert, hat sich das Blatt komplett gewendet. Heute sind unsere Ängste eher unspezifischer Natur, wobei der Psychostress eindeutig zugenommen hat. Dazu kommen Umweltbelastungen, Über- beziehungsweise Fehlernährung, Strahlenbelastungen, mangelnde Bewegung und vielfältige Formen von neuen Infektionen.

Ein Beitrag von Gudrun Zeuge-Germann und Peter Germann
Lesezeit: ca. 11 Minuten

Der Immunologe Manfred Schedlowski von der Uniklinik Essen beschreibt das menschliche Immunsystem (IS) als „Lotterie der Gene“. Das ist richtig, doch nur als Grundlage zu betrachten. Selbst der intakteste Organismus kollabiert nach einem Übermaß an Belastungen, und jeder Mensch kann mit einer Vielzahl von immunstimulierenden Maßnahmen sein System stärken.

Fokus der Naturheilkunde

Während in der Schulmedizin die Leistungsfähigkeit des IS vorwiegend anhand von Laborparametern wie dem großen Blutbild, der Lymphozytentypisierung, dem C-reaktiven Protein (CRP), den Immunglobulinen (IgG, IgM, IgA, IgE) oder der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) bestimmt wird, hat die Naturheilkunde andere Faktoren im Blick.

Die traditionelle Naturheilkunde ermittelte die Immunlage eines Patienten bereits während der Anamnese oder der Therapie. So auch beim Baunscheidt-Verfahren, bei dem ein bestimmter Körperbereich mit dem sogenannten Lebenserwecker gestichelt und anschließend mit Baunscheidt-Öl eingerieben wird. Tritt eine anschließende Hyperämie mit Urtikaria zeitnah und deutlich auf, kann der Therapeut von einer guten immunologischen Reaktionslage seines Patienten ausgehen (s. Abb. 1 und 2).

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Naturheilpraxis 02/2020

Erschienen am 03. Februar 2020