Schwerpunkt
Naturheilpraxis 10/2018

Das Gehirn gesund erhalten

Effektive Gehirnentgiftung

Im 21. Jahrhundert, in dem wir andere Planeten, sogar ganze Galaxien und schwarze Löcher erforschen, die Millionen von Lichtjahren entfernt sind, ist etwas ganz Naheliegendes immer noch ein großes Mysterium: unser Gehirn. Es gibt Forschern nach wie vor große Rätsel auf, doch vor wenigen Jahren haben sie eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: Sie haben unentdeckte, sozusagen gut versteckte Gefäße in unserem Gehirn gefunden – das glymphatische System.

Ein Beitrag von Hans Rendler
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Seit über 35 Jahren beschäftige ich mich mit der Erforschung von ganzheitlichen Heilmethoden. Sei es die therapeutische Faszienarbeit, die Craniosacral-Therapie oder die esogetische Medizin – immer habe ich mich dasselbe gefragt: Wie kann es nur sein, dass unser Gehirn, dieses hochkomplexe System, nicht an das lebenswichtige Lymphsystem angeschlossen ist, wie es Anatomie und Physiologie beschreiben. Doch es ist anders, als es bisher gelehrt wurde. Der menschliche Körper gilt gemeinhin als gut erforscht. In den vergangenen Jahren haben verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen jedoch eine bedeutsame Entdeckung im Gehirn gemacht.
Die Forscher sagen, wenn bekannt sei, wo und wonach man suchen muss, könnten diese glymphatischen Gefäße oder glymphatischen Bahnen in der Hirnhaut leicht gefunden werden. Diese lymphatischen Gefäße werden mit der Gesundheit des Gehirns und auch mit der Entstehung von Systemerkrankungen in Zusammenhang gebracht. Das erklärt, warum lymphatische Behandlungen so bedeutsam sind. Die esogetische Medizin nach Peter Mandel1 hat schon vor Jahren betont, wie wichtig die reinigenden Behandlungen der Neuroglia sind, bei denen der Abfluss aus dem Gehirn aktiviert wird.

Abb. 1: Die glymphatischen Bahnen verlaufen in der Hirnhaut und verfügen wohl über einen eigenständigen Anschluss an das lymphatische System. Hans Rendler, Bearbeitung: Pflaum Verlag

Neue Erkenntnis

Das Vorhandensein von Lymphe im Gehirn ist von höchstem Interesse für alle, die in der naturheilkundlichen Medizin tätig sind. Direkt mit den Strukturen und Funktionen des Gehirns arbeitet beispielsweise die Craniosacral-Therapie: mit der Fluktuation und der rhythmischen Bewegung der Zerebrospinalen-Flüssigkeit (ZSF) zwischen Cranium und Sacrum, mit den drei Schichten der Hirn- und Rückenmarkshäute sowie mit der Unterstützung der Drainage.
Das neu gefundene System kann bei seiner Arbeit unterstützt werden, Nährstoffe ins Gehirn zu bringen und die Abfallstoffe aus dem Gehirn abzutransportieren. Die Gesundheit des Gehirns kann so bestmöglich gefördert werden. Unter Craniosacral-Therapeuten wurde diese Neuentdeckung viel diskutiert, mit dem Ergebnis, dass sie in die achtsame Arbeit einbezogen wird.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 10/2018

Erschienen am 01. Oktober 2018