Sowohl Homöopathen als auch Kritiker der Homöopathie verbinden mit Hahnemanns Chinarindenversuch aus dem Jahre 1790 die Geburtsstunde der Homöopathie. Mit dem historischen Stellenwert dieses Versuches und auch mit der Kritik daran beschäftigte sich Teil 1 dieses Beitrags im letzten Heft.

Das Arzneimittel China ist auch heute in der Homöopathie gebräuchlich. Die Anwendungsgebiete sind laut Monografie der Kommission D „Fieberanfälle, allgemeine Blutvergiftung, Entzündungen der Atemwege, akute Durchfälle, Verdauungsschwäche, Gallenkoliken, Schleimhautblutungen, Blutarmut, allgemeine Entkräftung, Hautausschlag, Nervenschmerzen“ (1). Soweit die D-Monografie für Cinchona succirubra (China). Eine bewährte Indikation ist u. a. der Einsatz der Chinarinde bei Säfteverlust, z. B. während der Stillzeit.
Beim Blick in die D-Monografien fällt auf, dass es darüber hinaus ein Mittel mit dem Namen Cinchona calisaya (China regia) gibt, dem allerdings bescheinigt wird, dass die „Anwendungsgebiete nicht ausreichend belegt“ sind (1).