Fachforum
Naturheilpraxis 01/2019

Das Arzneimittel China im Wandel der Zeit

Eine Reise durch die homöopathischen Arzneibücher – nach einem Vortrag auf dem Therapeutentreffen der DGKH in Moos 2016

Sowohl Homöopathen als auch Kritiker der Homöopathie verbinden mit Hahnemanns Chinarindenversuch aus dem Jahre 1790 die Geburtsstunde der Homöopathie. Mit dem historischen Stellenwert dieses Versuches und auch mit der Kritik daran beschäftigte sich Teil 1 dieses Beitrags im letzten Heft.

Ein Beitrag von Susann Buchheim-Schmidt
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Das Arzneimittel China ist auch heute in der Homöopathie gebräuchlich. Die Anwendungsgebiete sind laut Monografie der Kommission D „Fieberanfälle, allgemeine Blutvergiftung, Entzündungen der Atemwege, akute Durchfälle, Verdauungsschwäche, Gallenkoliken, Schleimhautblutungen, Blutarmut, allgemeine Entkräftung, Hautausschlag, Nervenschmerzen“ (1). Soweit die D-Monografie für Cinchona succirubra (China). Eine bewährte Indikation ist u. a. der Einsatz der Chinarinde bei Säfteverlust, z. B. während der Stillzeit.
Beim Blick in die D-Monografien fällt auf, dass es darüber hinaus ein Mittel mit dem Namen Cinchona calisaya (China regia) gibt, dem allerdings bescheinigt wird, dass die „Anwendungsgebiete nicht ausreichend belegt“ sind (1).

Hierdurch wurde meine Neugier geweckt. Ich begann, der Frage nachzugehen, welche Arznei Hahnemann 1790 tatsächlich im Chinarindenversuch selbst geprüft und später noch weiteren Arzneimittelprüfungen unterzogen hat. Außerdem wollte ich wissen, ob die heutige HAB-konforme Herstellung identische Ausgangsstoffe verwendet.
Damit begann eine Reise durch die homöopathische Literatur von der Beschreibung der Chinarinde in Hahnemanns Apothekerlexikon bis in die Monografien der heute gebräuchlichen homöopathischen Arzneibücher (Abb. 1).

Abb. 1: Einträge des Arzneimittels China mit Stammpflanzen in verschiedenen homöopathischen Arzneibüchern (gelb: Königschinarinde; rot: Rote Chinarinde; orange: Gemisch) *HPUS: Homeopathic Pharmacopoeia of the United States Susann Buchheim

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Naturheilpraxis 01/2019

Erschienen am 02. Januar 2019