Schadstoffe, Antibiotika und eine einseitige Ernährung schwächen die Abwehrkräfte und den Darm. Das kann Krankheiten verursachen. Eine Darmsanierung kann helfen, eine ausgeglichene Darmflora wiederherzustellen. Doch wie funktioniert eine Darmsanierung? Und warum ist der Darm für unsere Gesundheit so wichtig?

Mit einer Länge von bis zu neun Metern und einer Oberfläche von schätzungsweise 400 m² ist der Darm das zentrale Organ unseres Verdauungstraktes. In ihm sind circa 100 Billionen Bakterien angesiedelt. Die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm wurde lange Zeit als Darmflora bezeichnet. Der korrekte, immer häufiger verwendete Begriff ist Darmmikrobiota (1, 2). Zu den inzwischen mehr als 1 000 identifizierten verschiedenen Bakterienspezies im Verdauungstrakt gehören Milchsäurebakterien wie Bifidobakterien oder Laktobazillen. Auch Bacteroides, Enterokokken und Enterobakterien sind im Darm des Menschen angesiedelt. Die meisten dieser Bakterien gehören zur natürlichen Darmmikrobiota und leben in einer Symbiosemit dem menschlichen Körper (3–5).