Das Bakterium Clostridium ramosum fördert im Darm die Aufnahme von Fett und wird daher mit der Entstehung von Übergewicht in Zusammenhang gebracht. Jetzt haben Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) einen zugrunde liegenden Mechanismus entdeckt. Das Bakterium stimuliert die Bildung von enterochromaffinen Zellen, die den Botenstoff Serotonin bilden. Der Anstieg der Serotoninkonzentration zieht daraufhin eine vermehrte Bereitstellung von Proteinen nach sich. Diese korreliert mit einer Zunahme der Fettsäuretransporter, sodass letztendlich Fette vermehrt resorbiert werden.Da fettreiche Nahrungsmittel wiederum die Vermehrung von Clostridium ramosum fördern, zeigen die Untersuchungsergebnisse nach Ansicht der Forscher den Zusammenhang von Ernährung, Stoffwechsel und Darmflora. Im nächsten Schritt wollen sie detaillierter klären, wie Clostridium ramosum zur Entstehung von Übergewicht beiträgt und ob eine Anpassung der Ernährung das Bakterium hemmen kann. Auch Mikroorganismen sollen als mögliche Gegenspieler untersucht werden. Autorin: Sabine Ritter