Die ohnehin schon sehr hohe Nutzungsdauer von Computerspielen und Social Media hat sich während der Corona-Pandemie bei Kindern noch einmal deutlich erhöht. Während die 10- bis 17-Jährigen 2019 im Schnitt 83 Minuten mit Computerspielen verbrachten, waren es während der Pandemie bereits knapp zwei Stunden. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent. Diese Zahlen stammen aus einer Befragung, die das Forsa-Institut im Auftrag von der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in 1 200 Familien im September 2019, im April und im November 2020 sowie im Mai 2021 durchführte. Eine ähnliche Situation ist auch im Bereich „Social Media“ anzutreffen. Jungen und Mädchen haben die Zeit, die sie mit Instagram, TikTok, Snapchat und Co. an den Wochentagen verbringen, von 116 Minuten auf knapp 140 Minuten gesteigert. Jungen sind jeweils häufiger betroffen als Mädchen. Laut Studie wollten drei Viertel der Befragten via Gaming und Social Media den Kontakt zu anderen Jugendlichen aufrechterhalten, ein Drittel Stress abbauen und gut 70 Prozent Langeweile bekämpfen. Alarmierende Zahlen, denn gerade für junge Menschen ist eine sehr hohe Mediennutzung ein erheblicher gesundheitlicher Gefährdungsfaktor.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/43b