Für die Behandlung rezidivierender Infekte der oberen Atemwege – insbesondere Sinusitiden – steht uns ein breites naturheilkundliches Instrumentarium zu Verfügung. Auch bei Rezidiverkrankungen und chronischen Verläufen.

Einer Hälfte seiner Probanden ließ Dr. Speransky (1) operativ die Basis der Medulla oblongata mit einem Glasring umschließen – locker genug, um keine Lähmungen auszulösen, fest genug, um den Liquorfluss nach kaudal einzuschränken. Der zweiten Gruppe wurde die Riechbeinplatte abgehobelt, um die Lamina cribriformis komplett zu vernarben. Eine kleine Anzahl aus beiden Gruppen erhielt nach Ausheilung der OP-Narben eine Tuscheinjektion in den vierten Ventrikel. Kurz danach wurden die Hunde obduziert. Speransky, Nachfolger des berühmten Pawlow am Institut für experimentelle Medizin, fand seine Überlegungen bestätigt. In der ersten Hundegruppe fanden sich Tuschepartikel weit überwiegend im Lymphgewebe des Waldeyer-Rachenringes. Bei den Hunden mit der vernarbten Riechbeinplatte war die Tusche über den Liquor cerebrospinalis in das darmassoziierte Lymphgewebe transportiert worden.