Bei Asthma kommt zu Entzündungsprozessen auch eine Gewebeveränderung der Atemwege. Beim Fortschreiten der Erkrankung wird die glatte Muskulatur der Atemwege umgebaut. Dabei verändert sich sowohl das Teilungsverhalten als auch die Verteilung der Muskelzellen, sodass diese übermäßig stark wachsen. Das Problem: Die glatte Muskulatur kann sich zusammenziehen und so die Atemwege verengen. Je größer diese Muskelzellen sind, desto stärker werden die Atemwege bei deren Kontraktion verengt. In Kombination mit einer vermehrten Schleimbildung führt das bei Asthma zur Atemnot.Chinesische Forscher haben einen Wirkstoff gefunden, der das ungesunde Wachstum der Muskelzellen hemmen kann. Der Wirkstoff Paeoniflorin aus der Chinesischen Pfingstrose, die auch Milchweiße Pfingstrose (Paeonia lactiflora) genannt wird, kann bestimmte Signalwege blockieren, die für Zellwachstum und -wanderung der glatten Muskelzellen in den Atemwegen verantwortlich sind. Der Wirkstoff wurde an Proben menschlicher Zellen getestet und reduzierte im Laborversuch nachweislich das Wachstum der Muskelzellen. Das antiasthmatische Potenzial des Wirkstoffs muss noch weiter getestet werden, es ist jedoch vielversprechend.