Im Rahmen der TCM gibt es eine Vielzahl von Diagnoseansätzen. Eine davon ist die Handdiagnose, deren Wert aus einer anderen Sichtweise hier genauer dargestellt werden soll.

Die Handdiagnose ist eine der klassischen Diagnoseformen, wie sie in der Chinesischen Medizin (CM) zur Diagnosesicherung benutzt wird. Die Sammlung von Informationen zum Thema Handdiagnose verdanken wir besonders Yves Requena, den ich bei einem Kongress in Rothenburg persönlich kennengelernt habe, wo ich mich ausführlich mit ihm unterhalten konnte. 1991 erhielt ich einen Prospekt mit dessen alljährlichen Verlagsneuvorstellungen. Darin befand sich unter anderem die Vorstellung seines Buches über die chinesische Handdiagnostik. Seit dieser Zeit arbeite ich mit dieser Befundmethode. Leider wird Requenas Buch heute nicht mehr aufgelegt, sodass die folgende Zusammenstellung eine kurze Übersicht über diese Diagnosemethode geben soll.
Ich bemerkte in der Praxis schon bald, dass es bei der Interpretation des Handbefundes und der energetischen Diagnose häufig keine oder nur eine geringe Übereinstimmung gab. Oder aber, dass (fast) alle Elemente-Zeichen in der Hand zu finden waren. Wenn ich mit der Behandlung nicht weiterkam, zeigte sich jedoch, dass das Element, welches sich durch die Handform als Schwachstelle erwies, in vielen Fällen dazu beitrug, positiven Einfluss auf die Beschwerden zu nehmen. In diesen Fällen, so vermutete ich, war die hauptsächliche Störung in der konstitutionellen begründet. Diese Annahme bestätigte sich im Laufe der Jahre, weshalb die Handdiagnose heute auch fester Bestandteil im Diagnosepool des Radloff-Konzepts ist.