Warum heißen Fuchsien eigentlich Fuchsien? Liegt es an der rötlichen Farbe oder ähnelt die geschlossene Blütenform einem Fuchsschwanz? Tatsächlich wurde die botanische Bezeichnung durch Charles Plumier festgelegt. Als er die Pflanzenart im 17. Jahrhundert entdeckte, widmete er der Namen dem Botaniker Leonhart Fuchs. Seit dieser symbolischen Geste wird die sogenannte eponymische Namensgebung im Tier- und Pflanzenreich fortgeführt.

Jugend und Ausbildung

Charles Plumier kommt am 20. April 1646 in Marseille zur Welt. Mit 16 Jahren gehört er bereits dem geistlichen Orden der Minimen an, die auch als „Paulaner“ bekannt sind. Dadurch ist es dem jungen Plumier möglich, das Studium der Mathematik und Physik zu beginnen. Später wird er nach Rom gesandt, um auch Vorlesungen auf dem Gebiet der Botanik zu hören, und lernt viele Fachleute und Forscher kennen und schätzen. Besonders die Kurse des Professors Paolo Boccone faszinieren Plumier derart, dass er die Mathematik und Physik an den Nagel hängt und sich vollends auf das Studium der Botanik konzentriert.
Nach dem Studium kehrt er nach Frankreich zurück und wird Schüler von Joseph Pitton de Tournefort, einem der bedeutendsten Botaniker des 17. Jahrhunderts. Sie bestreiten einige Expeditionen zusammen; schließlich wird de Tournefort auch Plumiers Förderer.