Die Heilpflanze Cannabis (Hanf) erlebt seit einigen Jahren ein erfolgreiches Comeback, da eine ganze Reihe neuer Wirkstoffe (Cannabidiole) extrahiert werden konnten, die weder berauschende noch zur Sucht führende Eigenschaften besitzen. Diese Cannabidiole haben sich hinsichtlich ihres Einsatzes zur begleitenden Therapie bei Krebserkrankungen sehr bewährt und stehen deshalb im Fokus der pharmazeutischen Forschung.

Im 19. Jahrhundert galten Cannabis-Rezepturen noch zum Standardsortiment europäischer und nordamerikanischer Apotheken. Danach verhinderte nicht nur die jahrzehntelange Kriminalisierung ihren therapeutischen Einsatz, sondern auch die andauernde Ratlosigkeit der Wissenschaft. 1963 gelang es den Forschern um Raphael Mechoulam, die ersten Hauptwirkstoffe von Cannabis zu identifizieren, die sogenannten Cannabinoide. Das Team isolierte zunächst nicht den bekannten psychoaktiven Stoff THC (Tetrahydrocannabinol) sondern CBD (Cannabidiol). Im Gegensatz zu THC verfügt CBD über keine berauschende Wirkung, weist aber ein ähnlich breites therapeutisches Potenzial auf. Dessen möglicher Nutzen wird heute bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen diskutiert. Dazu zählen neben verschiedenen Epilepsieformen auch Depression, Schizophrenie, Angst-, Haut- und andere Entzündungskrankheiten sowie das Krebsgeschehen, respektive Mamma-Ca.