Das Burning-Mouth-Syndrom (BMS) ist eine idiopathische chronische Schmerzerkrankung, die sich durch brennende Parästhesien in der Mundhöhle manifestiert. Die Ätiologie dieser Störung ist bisher unklar, sie betrifft jedoch überproportional häufig postmenopausale Frauen. Eine südkoreanische Studie legt nahe, dass es eine Verbindung zwischen dem Syndrom und psychiatrischen Krankheitsbildern gibt: BMS-Patienten entwickeln demnach deutlich häufiger Depressionen oder Angststörungen; ihr Erkrankungsrisiko ist um das 2,8-Fache bzw. 2,4-Fache erhöht. Die Forscher raten daher, bei BMS-Betroffenen auf entsprechende Anzeichen zu achten und ihnen rechtzeitig eine angemessene psychologische Betreuung zu ermöglichen. Für die Studie wurden retrospektiv die Daten einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe analysiert. 586 Patienten mit einem Burning-Mouth-Syndrom stand eine Kontrollgruppe aus 1 172 gesunden Probanden gegenüber. Vorbestehende Psychopathologien waren ein Ausschlusskriterium. Um die Ergebnisse zu bestätigen und die pathophysiologischen Zusammenhänge zu klären, sind allerdings weitere Studien nötig.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/1wp