Qigong hat eine Vielzahl positiver Effekte auf Körper, Geist und Seele und kann bei Brustkrebspatientinnen unter anderem emotionalen Stress und Depressionen lindern. Das hat eine chinesische Metaanalyse gezeigt. Die meditative Bewegungsform ist von geringerer Intensität und leichter durchzuführen als viele andere Formen sportlicher Betätigung. Daher ist Qigong für jedes Niveau der Belastungstoleranz geeignet, auch bei gesundheitlicher Beeinträchtigung. Da die einfachen Bewegungsformen zudem ohne Geräte und mit wenig Platz ausgeführt werden können, sind sie alltagstauglich und einsteigerfreundlich. In der Analyse spiegelte sich dies in hohen Adhärenzraten sowohl für das Training in der Gruppe (73–75 %) als auch für die Selbstübung zu Hause wider (63–80 %). In die Metaanalyse flossen Daten aus 18 randomisierten kontrollierten Studien ein, die mit Brustkrebspatientinnen durchgeführt wurden, die eine Chemotherapie erhielten oder erhalten hatten. In 63 Prozent der Fälle konnten durch Qigong unter anderem depressive Symptome gelindert werden, die auf die schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Krebserkrankung und -therapie zurückgingen. Die Lebensqualität verbesserte sich bei 43 Prozent der Probandinnen und Müdigkeit bei 29 Prozent.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3xy