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Naturheilpraxis 04/2022

Borretschöl – natürliche Unterstützung für eine gesunde Haut

Pflanzenöle wurden im Laufe der Geschichte für eine Vielzahl von Zwecken verwendet und in Lebensmitteln, Kosmetika und pharmazeutische Produkte integriert. Ihre Wirkung auf Hautkrankheiten und die Wiederherstellung der Homöostase der Haut wird zunehmend anerkannt. Der therapeutische Nutzen dieser Pflanzenöle liegt in ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung auf die Haut, der Förderung der Wundheilung und Wiederherstellung der Hautbarriere.

Ein Beitrag von Dr. Mathias Oldhaver
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Der medizinische Wirkstoff des Borretschs ist das fette Öl aus den Samen der Pflanze. Borretschsamenöl hat unter den Pflanzen mit ca. 20 % den höchsten Anteil an Gamma-Linolensäure (GLA), das ist zwei- bis dreimal so viel wie bei Nachtkerzenöl. Diese Omega-6-Fettsäure ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Bildung funktionell wichtiger Strukturlipide und bestimmter entzündungshemmender Stoffe (Prostaglandine der Serie 1 – PG1). Diese spielen unter anderem eine Rolle in der hormonellen Regulation bei Frau und Mann und der Immunabwehr. Daher ist der therapeutische Einsatz von Gamma-Linolensäure Studien zufolge sinnvoll zur Stabilisierung des Hormonhaushalts und der Zellmembran, dem Schutz der DNA (1) und zur Unterstützung des Hautstoffwechsels. Auch soll die Gamma-Linolensäure aus Borretschöl die Anhäufung von Körperfett vermindern (2). Vor allem zur Unterstützung der Haut – von der Faltenreduzierung über Akne bis hin zu entzündlichen Hauterkrankungen, wie atopischer Dermatitis – ist Borretschöl zu empfehlen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren pflanzlichen Ursprungs, wie die Gamma-Linolensäure, müssen dem Körper täglich zugeführt werden, da er sie nicht selbst bilden kann. Leider kommen sie in der Alltagsernährung kaum vor und werden viel zu wenig verzehrt. Hinzu kommt, dass die Umwandlung von Gamma-Linolensäure aus Linolsäure im Körper durch zu viele tierische Fette, zu viel Alkohol, Virusinfekte, Diabetes oder auch altersbedingt gestört sein kann.

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Naturheilpraxis 04/2022

Erschienen am 01. April 2022