Panorama
Naturheilpraxis 04/2022

Blutfette geben Einblicke in die Entwicklung kardiometabolischer Erkrankungen

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Ungesundes Essen kann das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes erhöhen. Welche biochemischen Prozesse dem Zusammenhang von Ernährung mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugrunde liegen, war bislang jedoch nicht genau bekannt. Man war davon ausgegangen, dass bestimmte Fettmoleküle – Ceramide und Dihydroceramide – kritische Faktoren sein könnten. In der groß angelegten EPIC-Potsdam-Studie haben Forschende daher mehrere tausend Teilnehmer über mehrere Jahre beobachtet. Zu Beginn hatte kein Teilnehmer Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Rund 550 Probanden entwickelten im Lauf der Jahre Herz-Kreislauf-Erkrankungen, knapp 800 erkrankten an Typ-2-Diabetes. Mithilfe einer analytischen Plattform wurden Profile der Ceramide und Dihydroceramide im Blut der Studienteilnehmer ermittelt. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass der Zusammenhang von Fleischverzehr und Diabetesrisiko durch den Einfluss auf Ceramidspiegel im Blut vermittelt werden könnte“, berichtet Erstautor Clemens Wittenbecher, Mitarbeiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung und der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Ceramidprofile könnten somit Einblicke in die Entwicklung kardiometabolischer Erkrankungen ermöglichen, das Verständnis vom Einfluss der Ernährung auf das Krankheitsrisiko verbessern und zu genaueren Ernährungsempfehlungen beitragen.

Quelle

Informationsdienst Wissenschaft. n.rpv.media/4n1

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Naturheilpraxis 04/2022

Erschienen am 01. April 2022