Die in diesem Artikel vorgestellten Phänomenanalysen, Interpretationen und Therapieempfehlungen beruhen auf der Erfahrung von zirka 3 000 Aderlässen zu der angegebenen biochronologischen Phase. Im Fokus steht die praktische Umsetzung chronobiologischer Aspekte und nicht die vollständige Darstellung.

Der Begriff Biorhythmus stammt aus der Chronobiologie. Er beschreibt unterschiedliche Leistungsfähigkeit und Gemütszustände, die in verschieden frequenten Wellen kommen und gehen. Es sind periodische Schwankungen von Körperfunktionen und psychischen Befindlichkeiten durch endogene und exogene Faktoren. Dies können auch sehr persönliche Biorhythmen sein, die vom Tag der Geburt an in Sinuswellen verlaufen. Hildegard von Bingen nannte sie die „persönliche Discretio“, bei der auch das Temperament, der Konstitutionstypus und die individuelle Ontogenese eine Rolle spielen.