Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine zählen zu den Biofaktoren und sind Substanzen, die der Körper für seine physiologischen Funktionen benötigt und die gesundheitsfördernde oder krankheitsvorbeugende biologische Aktivitäten aufweisen. Die Bedeutung einer optimalen Versorgung mit Biofaktoren bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems hat in den letzten Jahren großes Interesse gefunden. Vor allem Magnesium, Kalium und Vitamin D3 werden wichtige Aufgaben für eine gesunde Herzfunktion zugesprochen und sollten daher in Prävention und Behandlung von Herzerkrankungen berücksichtigt werden.

Kardiovaskuläre Erkrankungen wie arterielle Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheiten und Herzinsuffizienz gelten nach wie vor als häufigste Todesursache in Deutschland (1). „Neben Risikofaktoren wie Übergewicht, Stress, Fehlernährung und Bewegungsmangel sowie genetischen Ursachen kann auch ein Mangel essenzieller Biofaktoren negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben“, warnt Prof. Hans Georg Classen, Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren (GfB). Eine mangelhafte Versorgung mit Biofaktoren hat sich als ungünstig sowohl bei Entstehung als auch Progression der Erkrankungen erwiesen. Hier ist vor allem Magnesium als physiologischer Kalzium-Antagonist und Vasodilatator zu nennen, der eine wichtige Rolle für die Leistung des Herzmuskels spielt (2). In wissenschaftlichen Studien konnte bei Hypertonie, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen ein erhöhtes Risiko für einen Magnesiummangel nachgewiesen werden (3, 4). Magnesium ökonomisiert die Herzfrequenz und schützt das Herzmuskelgewebe, mindert die Auswirkungen von Stress und führt zur Vasodilatation koronarer und peripherer Gefäße.