Fachforum
Naturheilpraxis 01/2021

Biofaktoren in Prävention und Therapie von Volkskrankheiten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Diabetes mellitus, Demenz – sie alle zählen zu den Volkskrankheiten unserer Zeit. Bei diesen Erkrankungen kann es zu einem Mangel an essenziellen Biofaktoren wie Vitaminen und Mineralstoffen kommen, der diese Erkrankungen fördern oder verschlimmern kann. Neben klassisch-schulmedizinischen Therapieansätzen gewinnt daher der Einsatz von Biofaktoren zunehmend an Bedeutung in der Prävention und Therapie der großen Volkskrankheiten.

Ein Beitrag von Dr. Daniela Birkelbach
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Mineralstoffe und Spurenelemente, Vitamine und Provitamine, Aminosäuren, Peptide und sekundäre Pflanzenstoffe, sie alle zählen zu den Biofaktoren – Substanzen, die der Körper für seine physiologischen Funktionen benötigt und die gesundheitsfördernde oder krankheitsvorbeugende biologische Aktivitäten besitzen. Im Hinblick auf die zu den Volkskrankheiten zählenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Diabetes mellitus und Demenz spielen beispielsweise die Vitamine B1, B12 und D sowie Magnesium und Kalzium eine wichtige Rolle.

Wenn Patienten unterHerzerkrankungen leiden

Bei kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Hypertonie und Herzinsuffizienz kommt dem Biofaktor Magnesium besondere Bedeutung zu. Als natürlicher Kalzium-Antagonist wirkt Magnesium gefäßerweiternd und blutdrucksenkend, er kann die Herzfrequenz normalisieren und Herzmuskelgewebe schützen (1). Umgekehrt kann ein Magnesiummangel die neuromuskuläre Erregbarkeit fördern, wodurch sich das Risiko für Hypertonie, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen erhöht (2, 3).