Wer zu viel seiner Freizeit sitzend verbringt, erhöht damit langfristig sein Schlaganfallrisiko. Das gilt vor allem in jüngeren Jahren, wie eine kanadische Studie herausgefunden hat. Für die Studie wurde eine Kohorte von fast 143 200 gesunden Personen ab 40 Jahren untersucht, die weder einen Schlaganfall erlebt hatten, noch unter Herz- oder Krebserkrankungen litten. Diese Personenkohorte hatte am Canadian Community Health Survey (CCHS) teilgenommen und unter anderem Auskunft über ihre Freizeitaktivitäten gegeben. Die täglich in der Freizeit sitzend verbrachte Zeit vor dem Computer, Fernseher oder beim Lesen wurde addiert; die im Beruf sitzend verbrachte Zeit wurde hingegen nicht berücksichtigt. Als „zu viel“ Sitz-Stunden wurden acht Stunden pro Tag gewertet; durchschnittlich saßen die Probanden täglich vier Stunden in ihrer Freizeit. Bei den unter 60-Jährigen, die mindestens acht Stunden täglich in ihrer Freizeit saßen, war das Schlaganfallrisiko signifikant erhöht. Sie hatten im Vergleich zu denjenigen, die auf weniger als vier Sitz-Stunden in der Freizeit kamen, ein 4,5-mal höheres Risiko, binnen 15 Jahren einen Schlaganfall zu erleiden. In den Altersgruppen über 60 hatte der Bewegungsmangel hingegen keinen signifikanten Einfluss auf das Schlaganfallrisiko.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3ro