Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) werden viele Komorbiditäten zu selten und zu spät diagnostiziert. Versichertendaten der Barmer Krankenkasse zeigen, dass RA-Patienten häufig an Begleiterkrankungen wie Hypertonie (63 % der Patienten) oder Osteoporose (26 % der Patienten) leiden. Es ist wichtig, Komorbiditäten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Blick zu behalten, da die unkontrollierten entzündlichen Prozesse vor allem das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu erhöhen scheinen. In einer kürzlich im International Journal of Cardiology veröffentlichten Studie wurde nachgewiesen, dass Patienten mit Spondyloarthritiden ein stark erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern (VHF) haben. Bei Patienten unter 40 Jahren ist das VHF-Risiko um das Dreifache erhöht. Auch das Risiko für Schlaganfälle und Myokardanfälle ist bei RA-Patienten erhöht. Eine effektive Rheumatherapie trägt also auch zum Herzschutz bei: Laut europäischer Rheuma-Liga (EULAR) sinkt das Risiko für subklinische Atherosklerose bei RA-Patienten in Remission damit um 75 Prozent, das Risiko für Herzschwäche, Myokardinfarkt oder Schlaganfall sogar um 80 Prozent.