Bei nicht-spezifischen Rückenschmerzen ist Schonung kontraproduktiv. Schnell wieder aktiv zu werden, hilft dabei, einer Chronifizierung der Schmerzen vorzubeugen. Darüber sollten die Betroffenen so früh wie möglich aufgeklärt werden, damit sie sich nicht zu sehr schonen. Ruhe oder gar Bettruhe sind bei akuten nicht-spezifischen Rückenschmerzen nur selten nötig und sollten maximal für ein bis drei Tage empfohlen werden. Solche Schmerzen bessern sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen spontan. Die medikamentöse Therapie erfolgt zunächst mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Diese helfen meist gegen den akuten Schmerz, sodass die Betroffenen alltäglichen Aktivitäten oft wieder nachgehen und langsam zurück in Bewegung kommen können. Opioide sollten bei akuten Beschwerden frühestens nach vier Wochen in Betracht gezogen werden. Generell ist regelmäßige körperliche Betätigung die wichtigste Maßnahme bei Rückenschmerzen. Gegebenenfalls ist bei akuten nicht-spezifischen Rückenschmerzen jedoch eine multimodale Therapie nötig, die neben medizinischer Behandlung auch physiotherapeutische, sportliche, berufsbezogene und verhaltenstherapeutische Komponenten enthalten sollte. 

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3mp