Kopfschmerzen, egal ob Spannungskopfschmerz oder Migräne, sind ein häufiges Symptom der Schilddrüsenunterfunktion; die Zusammenhänge sind jedoch noch unklar. Um ein besseres Verständnis zu ermöglichen, hat die Kopfschmerzabteilung der nationalen Universität von Athen eine Übersichtsstudie erstellt, in der Kopfschmerz mit einer begleitenden Schilddrüsenerkrankung untersucht wurde. Da die Forschung zum Thema sehr große Unterschiede bezüglich Teilnehmergruppen, Studienzielen und Studiendesign aufweist, konnten nur neun Studien zur Analyse herangezogen werden, weshalb die Übersichtsarbeit nur begrenzte Aussagekraft hat. Diese Studien lieferten dennoch interessante Erkenntnisse, unter anderem, dass es eine positive Assoziation zwischen Migräne und Schilddrüsenproblemen gibt, sie also gehäuft gemeinsam auftreten. Außerdem begünstigen Kopfschmerzen, insbesondere die Migräne, offenbar die Entwicklung einer Unterfunktion. Laut den Studien gehen mit chronischen Kopfschmerzen Veränderungen in der Hypothalamus-Hypophyse-Schilddrüsen-Achse einher, was Einfluss auf die Produktion von Schilddrüsenhormonen hat. Bei Patienten mit häufigem Kopfschmerz oder Migräne unklarer Ursache kann es sich demnach lohnen, die Schilddrüsenfunktion zu überprüfen.