Migränepatientinnen haben während einer Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Insbesondere bei Migräne mit Aura ist mit einer Risikoschwangerschaft zu rechnen, wie eine israelische Studie gezeigt hat. Für die Studie wurden die Daten von mehr als 145 000 Schwangeren ausgewertet, von denen rund 12 000 eine diagnostizierte Migräne hatten. Davon wiederum hatten knapp 1 600 Frauen eine Migräne mit Aura. Bei den Schwangeren mit Migräne wurden signifikant häufiger ein Schwangerschaftsdiabetes, eine Hyperlipidämie, eine Präeklampsie oder eine Thrombose festgestellt als bei Schwangeren ohne Migräne. Zudem suchten die Migränepatientinnen während sowie in den drei Monaten nach der Schwangerschaft häufiger einen Arzt auf und benötigten mehr Medikamente. Für Migränepatientinnen mit Aura galt dies noch mehr als für jene ohne Aura; Aurapatientinnen hatten während und nach der Schwangerschaft die häufigsten Arztkontakte, benötigten die meisten Medikamente und hatten am häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Sie mussten auch deutlich öfter aufgrund einer Risikoschwangerschaft in eine Klinik.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3ff