Wer bereits in jungen Jahren stark variierende systolische Blutdruckwerte aufweist, hat ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Auch die Gesamtmortalität ist bei solchen Kandidaten erhöht, wie eine Untersuchung an jungen Erwachsenen gezeigt hat. An der US-amerikanischen CARDIA-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults) nahmen knapp 3 400 Probanden teil, die zu Studienbeginn durchschnittlich 25 Jahre alt waren. Ihr Blutdruck wurde zu Beginn der Studie, nach zwei, fünf, sieben und zehn Jahren gemessen. Insgesamt wurden die Teilnehmer maximal dreißig Jahre lang nachbeobachtet. Zehn Jahre nach Studienbeginn wurden 3 % der Probanden mit Antihypertensiva behandelt, innerhalb von zwanzig Jahren ereigneten sich 162 kardiovaskuläre Zwischenfälle und 181 Probanden starben. Die Analyse der gesammelten Daten ergab, dass das kardiovaskuläre Risiko und die Mortalität bei jenen Probanden erhöht waren, deren Blutdruckwerte bereits in jungen Jahren (< 40) von Messung zu Messung stark variiert hatten. Dies zeigte sich unabhängig vom mittleren systolischen Druck und unabhängig von einem Einzelwert in mittleren Jahren. Ein Zusammenhang zwischen erhöhtem kardiovaskulärem Risiko und diastolischem Druck wurde hingegen nicht gefunden.