Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016 fühlen sich sechs von zehn Deutschen gestresst. Die Diskussion dreht sich um Entlastung am Arbeitsplatz, Freizeitgestaltung, psycho-emotionale Bewältigungsstrategien und körperliche Bewegung. Auch eine ressourcenorientierte Körpertherapie kann dabei helfen, den Patienten Wege aufzuzeigen, ihre Selbstfürsorge- und Stressbewältigungsstrategien zu verbessern. Sie zeichnet sich durch einen achtsamen, wertschätzenden und dialogischen Zugang zum Patienten aus.

Stress wird im Pschyrembel definiert als „Reaktion des Körpers auf verschiedene unspezifische Reize“. Es gibt ihn in zwei Arten.

1. Akuter Stress: Die unmittelbare Reaktion auf einen thermischen, körperlichen, psychischen oder emotionalen Reiz hilft uns, unser Verhalten an eine sich ständig ändernde Umwelt anzupassen, Neues zu erlernen sowie Kompetenzen für die Bewältigung zukünftiger Stressereignisse zu erwerben. McEwen nennt dies Allostase, das Erreichen eines Gleichgewichts durch Wandel (1). Die Adaptationsvorgänge werden von zwei Hauptakteuren gesteuert: vom Hypothalamus, der über die endokrine Achse die Körperfunktionen beeinflusst, und vom neurovegetativen System, welches über Sympathikus und Parasympathikus den Stress reguliert.