Panorama
Naturheilpraxis 09/2018

Bananenblätter verbessern Wundheilung

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Dass Bananen viel Kalium, Magnesium und Vitamin B6 enthalten, ist hinreichend bekannt. Doch auch die nicht essbaren Bestandteile der Pflanze weisen positive Eigenschaften auf: Beispielsweise werden in vielen Ländern Verletzungen mit Bananenblättern anstatt eines Pflasters abgedeckt. Auf diese Weise lassen sich selbst größere Wunden erfolgreich behandeln. Daher untersuchten Forscher aus Nigeria und Deutschland, welche Inhaltsstoffe für die Wundheilung verantwortlich sind. Die Studie analysierte vor allem die Blattextrakte. Im Fokus standen polyphenolische Verbindungen, die für die Pflanze charakteristisch sind.

Die Wissenschaftler identifizierten antibakterielle und desinfizierende Substanzen, die sich in vielen Fällen bei oberflächlichen Wunden positiv auf die Heilung auswirken. In Kombination mit adstringierend wirkenden Verbindungen wird dieser Vorgang zusätzlich gefördert, da diese die Proteine in der Haut so verändern, dass eine Art Schutzschicht über der Verletzung entsteht.

Die Autoren schließen, dass die Studie eine Grundlage für weitere Versuche darstellt, um herauszufinden, welche Heilkraft die einzelnen Verbindungen haben, da bei der Wundheilung eine Vielzahl an Aspekten zusammenspielt.

Quelle: Bund Deutscher Heilpraktiker e. V.

Studie: doi.org/10.1007/s11694-018-9725-4

NANCY AYUMI KUNIHIRO / shutterstock.com

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Naturheilpraxis 09/2018

Erschienen am 01. September 2018