Wissenschaftler der Gesellschaft für Biofaktoren e. V. (GfB) haben darauf aufmerksam gemacht, dass Neuropathien oft mit einem Mangel an Vitaminen einhergehen. Schmerzen, die darauf zurückzuführen sind, können gelindert werden, wenn der Mangel behoben wird.
So scheiden Diabetiker vermehrt Vitamin B1 mit dem Urin aus. Der sich daraus entwickelnde Mangel kann Schäden an den Nervenfasern begünstigen. Mögliche Folge ist eine diabetische Neuropathie mit Schmerzen und Missempfindungen. Erhalten die Betroffenen zur Therapie ihrer Erkrankung Metformin, haben sie zusätzlich ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Vitamin B12, der ebenfalls mit der Entwicklung einer Neuropathie im Zusammenhang stehen kann. Diabetes-Patienten sollten daher ihre Vitamin-B1– und Vitamin-B12-Spiegel regelmäßig überprüfen lassen, damit sie einer Neuropathie vorbeugen bzw. ihre Beschwerden lindern können.
Studien haben darüber hinaus gezeigt, dass eine Begleittherapie mit den Vitaminen B1, B6 und B12 die Wirkung von Analgetika unterstützen kann. Im Idealfall sinkt so der Bedarf an nichtsteroidalen Antirheumatika. Autorin: Sabine Ritter