Porträt
Naturheilpraxis 08/2021

Augendiagnose

Eine Herzensangelegenheit von Anfang an

"Das Auge im Allgemeinen und die Iris im Besonderen ermöglichen […] eine systematische Befunderhebung, die zu einer rationalen Therapie führt", schreibt Hermann Biechele in seinem Standardwerk Basiswissen Augendiagnose (siehe Buchtipp). Kaum eine andere Diagnoseform steht so sehr für den Heilpraktiker wie die Augendiagnose.

Ein Gespräch mit Ursula von Heimendahl
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Ursula von Heimendahl

Für die Heilpraktikerin Ursula von Heimendahl war und ist die Augendiagnose eine Herzensangelegenheit. Sie assistierte bei bekannten Augendiagnostikern, zunächst bei Josef Karl, dann bei Doris Baginski und zuletzt bei Josef Angerer; am 15. Februar 1972 eröffnete sie schließlich ihre überaus erfolgreiche eigene Praxis in München – selbstverständlich mit Schwerpunkt Augendiagnose. In den 1980er-Jahren gründete sie zusammen mit Franz Kohl den Arbeitskreis für Augendiagnose und Phänomenologie Josef Angerer, in dessen Vorstand sie über Jahre war. Anlässlich ihres 75. Geburtstags haben wir mit Frau von Heimendahl über die Augendiagnose gesprochen.

Verehrte Frau von Heimendahl, Sie haben bei Josef Angerer assistiert. Wie war die Assistenzzeit bei ihm und was haben Sie aus dieser Zeit für Ihre eigene Augendiagnosepraxis „mitgenommen“?

Ich hatte das Glück, bei den beiden „großen Josefs“ der damaligen Zeit assistieren zu dürfen. Zuerst nach Beendigung der Heilpraktiker-Schule, damals noch in der Giselastraße, bei Josef Karl, dann bei Doris Baginsky, der damaligen Lehrerin für Akupunktur und Augendiagnose, und bei Josef Angerer.