Wer seinen Lebensstil ändert, hat gute Chancen, selbst mit einem angeschlagenen Herzen alt zu werden. Und sein Leben auch genießen zu können. Was hierbei am besten hilft, wollten US-amerikanische Forscher genau wissen – das Ergebnis ihrer Studien haben sie jetzt in Form von neuen Lebensstilempfehlungen vorgelegt.

Gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport sind nicht alles im Leben, um das Herz gesund zu erhalten oder es in seiner Arbeit sinnvoll zu unterstützen, wenn es bereits angeschlagen ist. Wissenschaftler vom American College of Cardiology Foundation (ACC) in Washington/DC haben in einem aktuellen Review ausführlich beschrieben, was Herzpatienten tun können, um ihre Überlebenschancen deutlich zu erhöhen (1).

Eine Herzinsuffizienz ist in Deutschland trotz verbesserter Behandlungsoptionen die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt. Dagegen hilft bisher weder die sinkende kardiovaskuläre Mortalität noch die erfolgreiche Weiterentwicklung von medikamentösen Therapien wie ACE-Hemmern, Beta-Rezeptorenblockern, AT1- und Aldosteron-Antagonisten. „Prävalenz und Inzidenz werden in den kommenden Jahren weiter steigen“, ist sich Dr. Peter Stiefelhagen, Facharzt für Innere Medizin im rheinland-pfälzischen Hachenburg, sicher. Dafür verantwortlich, sagt er, seien einmal die demografische Entwicklung und zum anderen die therapeutischen Fortschritte vor allem bei der koronaren Herzerkrankung (KHK). „Man könnte sagen, die Herzinsuffizienz ist der Preis, den wir für die bessere Versorgung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom zahlen müssen.“ Auch wenn die Therapie der Herzinsuffizienz große Fortschritte gemacht habe, „ist die Prognose vor allem in fortgeschrittenen Stadien sehr ernst und durchaus mit der einer malignen Erkrankung vergleichbar“.