Gelenkverschleiß, abgenützte Knorpelschicht: Das klingt nach Untergang und terminaler Aussichtslosigkeit. Doch solange ein Mensch lebt, gibt es keine Abnützung, sondern höchstens eine Verschiebung des Gleichgewichtes zwischen Verbrauch und Wiederaufbau zuungunsten des Wiederaufbaus. Der wichtigste und gleichzeitig am wenigsten beachtete anti-arthrotische Faktor ist die regenerative Wirkung von Nieren und Pankreas, der beiden Wächter über die Gelenkgesundheit. 

Arthrose als degenerativer, kalter Prozess entspricht aus humoralmedizinischer Sicht einem unphysiologischen Zuviel an Erdelement und gleichzeitig einem Zuwenig an Luft-, Wasser- und Feuerelement. Dementsprechend die Therapie: die Austrocknung bekämpfen und das strukturierende Prinzip stärken (Wasserelement), die elastische Grundfunktion des Bindegewebes und die Beweglichkeit des Gelenkes verbessern (Luftelement), schließlich für eine ausreichende Durchblutung zugunsten einer bestmöglichen Vitalität sorgen (Feuerelement). Erst unter diesen Voraussetzungen lohnt sich dann als letzter Schritt die Auflösung und Ausleitung der degenerativen Ablagerungen (Erdelement mindern). So ungefähr lautet seit mehr als zweitausend Jahren die bewährte Anweisung zur Arthrosebehandlung. Dennoch ist die Therapie der Arthrose eine schwierige und langwierige Angelegenheit, und oft genug sind die Ergebnisse mehr als enttäuschend: Offensichtlich fehlt noch irgendetwas! In vielen Fällen kann dieser fehlende Faktor die unbehandelte Niereninspiration sein. Dieser Begriff steht für einen Prozess, der zwar an den Nieren feststellbar ist, der aber im ganzen Organismus stattfindet und sein klinisch wahrnehmbares Echo deutlich in der Tätigkeit von Nebennieren und Bauchspeicheldrüse zeigt.