Fachforum
Naturheilpraxis 05/2020

Arthrose, die uninspirierte Niere und die Augendiagnose

Gelenkverschleiß, abgenützte Knorpelschicht: Das klingt nach Untergang und terminaler Aussichtslosigkeit. Doch solange ein Mensch lebt, gibt es keine Abnützung, sondern höchstens eine Verschiebung des Gleichgewichtes zwischen Verbrauch und Wiederaufbau zuungunsten des Wiederaufbaus. Der wichtigste und gleichzeitig am wenigsten beachtete anti-arthrotische Faktor ist die regenerative Wirkung von Nieren und Pankreas, der beiden Wächter über die Gelenkgesundheit.

Ein Beitrag von Christian Heimüller
Lesezeit: ca. 8 Minuten

Arthrose als degenerativer, kalter Prozess entspricht aus humoralmedizinischer Sicht einem unphysiologischen Zuviel an Erdelement und gleichzeitig einem Zuwenig an Luft-, Wasser- und Feuerelement. Dementsprechend die Therapie: die Austrocknung bekämpfen und das strukturierende Prinzip stärken (Wasserelement), die elastische Grundfunktion des Bindegewebes und die Beweglichkeit des Gelenkes verbessern (Luftelement), schließlich für eine ausreichende Durchblutung zugunsten einer bestmöglichen Vitalität sorgen (Feuerelement). Erst unter diesen Voraussetzungen lohnt sich dann als letzter Schritt die Auflösung und Ausleitung der degenerativen Ablagerungen (Erdelement mindern). So ungefähr lautet seit mehr als zweitausend Jahren die bewährte Anweisung zur Arthrosebehandlung. Dennoch ist die Therapie der Arthrose eine schwierige und langwierige Angelegenheit, und oft genug sind die Ergebnisse mehr als enttäuschend: Offensichtlich fehlt noch irgendetwas! In vielen Fällen kann dieser fehlende Faktor die unbehandelte Niereninspiration sein. Dieser Begriff steht für einen Prozess, der zwar an den Nieren feststellbar ist, der aber im ganzen Organismus stattfindet und sein klinisch wahrnehmbares Echo deutlich in der Tätigkeit von Nebennieren und Bauchspeicheldrüse zeigt.

Die Niereninspiration

Die Lungen atmen die Luft ein und nehmen den Sauerstoff der Luft in den Körper auf. Der Körper hat die Luft damit noch nicht ergriffen: Erst die Nieren als Inspirationsorgan im weitesten Sinne machen diese Luft dem Körper auch verfügbar – die Nieren empfangen und assimilieren sie sozusagen. Dies gilt nicht nur für Luft im stofflichen Sinne (z. B. Sauerstoff), sondern auch für die geistig-seelische Inspiration. Diese Inspiration gleicht dem Wind (Luftelement), der die Wellen peitscht (Wasserelement), damit Sediment fortreißt und wieder ablagert (Erdelement), um im Vorgang des Fließens neue Strukturen zu schaffen (restrukturierende Wirkung des humoralen Prinzips, erkennbar vor allem an der Kieselsäurewirkung im Organismus).

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Naturheilpraxis 05/2020

Erschienen am 05. Mai 2020