Schwerpunkt
Naturheilpraxis 04/2020

Arthritis und gereizte Arthrose

Gelenkentzündungen gleich welcher Genese erfordern oft eine Multi-Target-Therapie. Der Orthomolekularen Medizin und der Organhomöopathie kommen dabei wichtige Rollen zu.

Ein Beitrag von Margret Rupprecht
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Es ist ein häufig gebrauchter Begriff der medizinischen Fachterminologie: Rheuma. Die Abkürzung von Rheumatismus leitet sich vom altgriechischen rheumatízein ab, das „am Fluss leiden“ bedeutet und sich wiederum vom griechischen Wort rheuma(Fließen, Strömung) herleitet. Die antike Medizin war der Auffassung, die für rheumatische Beschwerden so typischen und meist als ziehend oder wandernd empfundenen Schmerzen würden darauf zurückgehen, dass krank machende Stoffe im Körper zirkulieren. Ganz so einfach ist es zwar nicht, doch ganz falsch lagen die alten Griechen auch nicht: Betrachtet man das Thema Gelenkerkrankungen von den Stoffwechselvorgängen in der extrazellulären Matrix aus, dann ist sehr wohl deren Überlastung mit Umweltgiften, Bakterientoxinen und Säuren ein Faktor, der sich verschlimmernd auf Entzündung und Degeneration von Gelenkstrukturen und die von ihnen ausgehenden Schmerzen auswirkt.

Infektion, Autoimmunprozess oder mechanische Überlastung?

Bei Gelenkentzündungen stellt sich immer die Frage: exogen oder endogen verursacht? Exogene Ursachen sind beispielsweise bakterielle Besiedelungen eines Gelenks auf dem Blutweg von einem Streuherd aus (Furunkulose, Angina, Zahngranulom etc.), durch Einbruch eines benachbarten Prozesses (Osteomyelitis) oder eine direkte Keimeinschleppung durch Verletzungen, intraartikuläre Injektionen und Operationen (eitrige Arthritis). Meist gelangen dabei Staphylokokken ins Gelenk, seltener Streptokokken oder andere Erreger. Es kommt zu einer nekrotisierenden Entzündung der Gelenkkapsel und der Bildung eines zuerst meist serofibrinösen oder schon primär eitrigen Ergusses. Das Gelenk ist diffus geschwollen, überwärmt, gerötet, glänzt, ist druckschmerzhaft, in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, und der Patient zeigt häufig eine Schonhaltung. Die Blutsenkung (BKS) ist stark erhöht, das Blutbild zeigt Leukozytose und Linksverschiebung.

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Naturheilpraxis 04/2020

Erschienen am 01. April 2020