Arnika ist der Inbegriff für akute Hilfe bei stumpfen Verletzungen. Sie kommt vor allem bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen und Quetschungen zum Einsatz. Der Volksmund kennt unzählige Trivialnamen für sie, und man könnte meinen, dass es sich allein deshalb um eine uralte Heilpflanze handeln muss. Doch in diesem Fall trügt der Schein wohl.

Arnika, Arnika! Diese Worte aus dem Mund eines Buben im Vor- bis Grundschulalter, herausgebrüllt mit allen Leibeskräften, dringen vom Garten durch die Mauern und Fenster des Hauses und künden von nichts Gutem. Hier hat sich einer mal wieder ordentlich angehauen – aber, Sohn eines Heilpraktikers, schreit er nicht „aua“ oder dergleichen, sondern er ruft gleich nach dem Heilmittel, das ihm in ähnlichen Situationen schon oftmals schnelle Abhilfe geschaffen hatte. Das „Aua“ wich dann schließlich einer drängenden Müdigkeit, und nach einer halbe Stunde Nachmittagsschlaf war alles wieder gut. So kennen die meisten „die Arnika“, als den Inbegriff der homöopathischen Heilpflanze zur akuten Abhilfe bei stumpfem Trauma. Allem Anschein nach – da Arnika bereits im Kindermund heimisch ist – haben wir hier eine uralte, gut erprobte Heilpflanze vor uns, heißt sie doch auch im Volksmund „Wohlverleih“.