Schwerpunkt
Naturheilpraxis 11/2019

Apitherapie

Die Anwendung von Bienenprodukten bei Erkältungen, Infekten oder Atemwegserkrankungen

Apitherapie leitet sich von lateinisch apis für die Honigbiene her. Es handelt sich also um die Therapie mit Bienenprodukten, die vor allem im Bereich der Atemwegserkrankungen eine breite Palette an Behandlungsmöglichkeiten bietet.

Ein Beitrag von Dr. Thomas Gloger
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Stocklufttherapie

Die aktuell am meisten diskutierte Methode aus der Apitherapie ist die Stocklufttherapie. Ein Grund für die anhaltenden Diskussionen ist, dass einer Heilpraktikerin in Jena die Durchführung 2015 amtsärztlich verboten wurde. Die Heilpraktikerin hat jedoch dagegen geklagt und nun auch in zweiter Instanz obsiegt. Der Landkreis wurde aktuell auf Schadenersatz für die rechtswirksam festgestellte Amtsanmaßung verklagt. Die juristische Schlappe der Amtsärztin wurde medial jedoch weitgehend totgeschwiegen, weshalb im Internet immer noch die Hinweise auf das Verbot als Suchergebnisse mit der höchsten Relevanz angezeigt werden.

Stockluft, also die Atmosphäre eines Bienenstocks, steht nur in den Frühlings- und Sommermonaten zur Verfügung, wenn die Natur blüht und die Bienen aktiv sind. Die Methode nahm ihren Anfang mit dem Aufenthalt im Bienenhaus von Heinrich Hüttner und Hans Musch. Der Stockluftpionier Hans Musch war im Deutschen Apitherapiebund (DAB) die treibende Kraft hinter der Idee, die Stocklufttherapie auszubauen und systematisch anzuwenden. Er entwarf und baute die erste einsetzbare Maschine, mit der Stockluft aktiv aus einem Bienenstock gefördert werden konnte. Das Fördern der Luft ohne technische Unterstützung, also das Ansaugen aus eigener Lungenkraft, wie es bei passiven Inhalationsgeräten (z. B. Pari-Boy) üblich ist, führt bei Bienenluft zu Erstickungsanfällen und das nicht nur bei COPD-Patienten.

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Naturheilpraxis 11/2019

Erschienen am 04. November 2019