Krebsforum
Naturheilpraxis 12/2018

Amanita phalloides verhindert das Tumorwachstum

Eine Fallstudie

Amanita phalloides (Amanita) enthält alpha-Amanitin, das in menschlichen Zellen die RNA-Polymerase II (RNAP) hemmt. Eine partielle Hemmung beeinflusst die Zellaktivität von Tumorzellen, ohne normale Zellen zu stören. Patienten, die mit Amanita behandelt werden, können oft über Jahre in einem stabilen Gesundheitsstatus ohne Tumorwachstum gehalten werden.

Ein Beitrag von Dr. Isolde Riede
Lesezeit: ca. 12 Minuten
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Die Behandlung mit Tyrosinkinase-Inhibitoren bei einer chronisch myeloischen Leukämie (CML) mit Philadelphia(Ph1)-Chromosom birgt Risiken, da dabei zusätzliche Mutationen gesetzt werden. Die Vorbehandlungen mit den Tyrosinkinase-Inhibitoren Imatinib und Nilotinib mussten beim Patienten im hier vorgestellten Fallbeispiel wegen schwerer Nebenwirkungen abgebrochen werden.

Einleitung

Das Ph1-Chromosom zeigt eine Translokation zwischen den Chromosomen 9 und 22. Es wurde 1960 erstmals beschrieben und mit einer Leukämie in Verbindung gebracht (1). 95 Prozent aller CML-Zellen und 25 Prozent der akuten lymphatischen Leukämie(ALL)-Zellen tragen das Ph1-Chromosom. Ph1 kann auch bei akuten myeloischen Leukämien (AML) involviert sein.

Das Gen abl, das bei der Translokation betroffen ist, wurde 1983 durch Heistercamp et al. (2) identifiziert. Die Forschergruppe um Canaani (3) konnte ein Jahr später feststellen, dass das Gen als ein neues RNA-Transkript abgelesen wird. Die Wissenschaftler vermuten eine direkte Involvierung dieses Gens als Onkogen im Tumorgeschehen. Die meisten Patienten mit CML und dem Ph1 exprimieren ein neues abl-Transkript, das bcrabl genannt wird. Es codiert eine daueraktive Rezeptortyrosinkinase, d. h. ein Transmembranprotein. 1996 erschienen erste Publikationen darüber, dass man einen neuen Therapieweg gefunden habe: die Inhibition der BCR-ABL-Tyrosinkinase (4).
Nilotinib ist ein solcher Inhibitor. Erstmals wurde es 2007 in der Schweiz für die Therapie von CML zugelassen, es folgten die USA und die EU. Allerdings ist die Substanz mutagen und kann Chromosomen-Brüche verursachen, außerdem können nach kurzer Zeit Resistenzen auftreten (5). Heutzutage versuchen mehrere optimierte Therapieschemata, mit Kombinationstherapien das Leben der Betroffenen zu verlängern (6).

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Naturheilpraxis 12/2018

Erschienen am 01. Januar 2019