Die Diagnose der Alzheimerdemenz ist bislang komplex und kostspielig. Eine kanadische Studie lässt auf eine neue, einfachere Diagnosemethode hoffen. Sogenannte Drusen in den Augen, kleine, gelbliche Ablagerungen, könnten Hinweiszeichen auf Alzheimerdemenz sein. Diese Gewebeveränderungen finden sich mit zunehmendem Alter generell häufiger in Netz- und Aderhaut des Auges. In der Studie zeigte sich jedoch, dass sich bei Alzheimerpatienten häufiger Drusen im schläfenseitigen (temporalen) Bereich der Augen finden als bei gesunden Gleichaltrigen. Zudem wurden umso mehr Drusen bei den Alzheimerpatienten festgestellt, je stärker ihre Gehirngefäße von der Alzheimerdemenz betroffen waren. Die Untersuchung wurde an Spenderaugen von bereits verstorbenen Personen durchgeführt. So konnten Gewebeproben entnommen und angefärbt werden, um Drusen besonders deutlich sichtbar zu machen. Weitere Studien mit lebenden Alzheimerpatienten und Menschen mit einer Verdachtsdiagnose müssen nun zeigen, wie sicher die Diagnosestellung über das Auge möglich ist. Womöglich können so künftig Augenärzte die Krankheit feststellen.