Eine verwirrte Frau wurde von ihrem Ehemann in die Nervenheilanstalt eingeliefert. Innerhalb eines Jahres hatte sie sich von einer normalen Hausfrau zu einer hilflosen Person entwickelt, die eine Gefahr für sich und für andere darstellte. Alois Alzheimers Forschung leistete einen großen Beitrag dazu, das Krankheitsbild der Patientin aufzuklären – ein Meilenstein in der Medizin.

Alois Alzheimer wird am 14. Juni 1864 als ältester Sohn des Notars Eduard Alzheimer und seiner zweiten Ehefrau Barbara Theresia im unterfränkischen Marktbreit geboren. Dort besucht er auch die Grundschule und wechselt später auf ein Gymnasium in Aschaffenburg. Damit ist sein Wissensdurst noch nicht gestillt: Er absolviert ein Medizinstudium an der Universität Würzburg mit einer Stippvisite an die Universität Tübingen. Seine Dissertation mit dem Titel „Funktion der Ohrenschmalzdrüsen“ wird 1888 mit summa cum laude benotet.