Äpfel sind gesund und können womöglich sogar als spezifische Immuntherapie bei Birkenpollenallergikern mit pollenassoziierter Apfelunverträglichkeit eingesetzt werden. Allergologen aus Österreich haben ein Protokoll für eine Allergen-Immuntherapie (AIT) mit Äpfeln erarbeitet und in einer ersten Studie getestet. Da sich die Hauptallergene in Birkenpollen und Äpfeln strukturell ähneln, entwickeln Birkenpollenallergiker häufig eine pollenassoziierte Nahrungsunverträglichkeit (prFA) gegenüber Äpfeln. Mit dem täglichen Verzehr eines Apfels konnten in der Studie eine orale Toleranz induziert und die Beschwerden der prFA gelindert werden. Der Effekt auf die Inhalationsallergie wird aktuell noch untersucht. Die Forscher bestimmten zunächst die Allergenität verschiedener Apfelsorten – mit einem Prick-to-Prick-Test (SPT) und einem oralen Provokationstest (OPT). Rotfleischige Apfelsorten provozierten sowohl im SPT als auch im OPT die geringsten allergischen Reaktionen, weshalb sie für den Beginn einer AIT am besten geeignet sind. Der tägliche Verzehr wird langsam gesteigert, bis ein ganzer Apfel am Stück gegessen werden kann. Dann wird zu einer stärker allergenen Apfelsorte gewechselt. Die AIT sollte möglichst im Herbst zur Erntezeit der Äpfel beginnen, da durch Lagerung ihr allergenes Potenzial steigt.