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Naturheilpraxis 05/2020

Alarm im Kinderdarm

Aus der Praxis für die Praxis

Für Erwachsene wie Kinder ist ein gesunder Darm mit ausgewogener Darmmikrobiota die Basis für die Gesundheit des Körpers. Der Start ins Leben ist ein entscheidender Meilenstein für die Zusammensetzung des Darmmikrobioms und eine einmalige Chance im Leben eines jeden Menschen.

Ein Beitrag von Sigrid Selzer
Lesezeit: ca. 10 Minuten
Africa Studio / shutterstock.com

Nachdem Wissenschaftler lange an die Sterilität des ungeborenen Babys im Mutterleib glaubten, entdeckten sie 2008 Milchsäurebakterien im Mekonium gesunder Kaiserschnittkinder (1). 2008 und 2012 wurde in der Plazenta außerdem die DNA von Laktobazillen und Bifidokeimen gefunden (2, 3). Daraus folgerten die Forscher, dass diese Darmkeime bereits während der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Jedoch dienen die Bakterien vermutlich nicht der Darmbesiedlung des ungeborenen Kindes, sondern der Vorbereitung seines Immunsystems auf das Leben außerhalb des Mutterleibs.

Das Mikrobiom vaginal geborener Kinder

Bei der normalen Geburt bekommt das Kind eine natürliche Schluckimpfung aus den mütterlichen Faeces- und Vaginalbakterien mit auf den Weg. Diese Laktobazillen, Bifidokeime und E.-coli-Bakterien leiten die Kolonisation des Neugeborenen-Darms ein. Die sich entwickelnde kindliche Darmflora könnte nicht besser gefördert werden als durch das nachfolgende Stillen. Bei Säuglingen fehlt in den ersten Monaten noch die Magensäure, daher erreichen die Bakterien unbeschadet den kindlichen Darm. Die Ernährung der Mutter beeinflusst maßgeblich ihre Darm- und Vaginalmikrobiota und damit auch die ihres Kindes.

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Naturheilpraxis 05/2020

Erschienen am 05. Mai 2020