Fachforum
Naturheilpraxis 04/2018

Akute Durchfälle bei Kindern

Ein Erfahrungsbericht

Akute Durchfälle bei Kindern, Kleinkindern und Babys bereiten den Eltern große Sorgen. Anfänglich wird es sich dabei meist um ein sinnvolles Geschehen handeln. Der Körper scheidet auf diesem Weg vehement Stoffe aus, die er nicht vertragen kann. Oder wie Kneipp einmal sagte: "Ein gesunder Wirt schmeißt seine Lumpen selbst hinaus."

Ein Beitrag von Gerhard Glas

Lesezeit: ca. 8 Minuten

Wahrscheinlich ist, dass das Kind entweder verdorbene Speisen – besonders Kuhmilch oder ein altes Stück Wurst – zu sich genommen hat oder unreifes Obst, was vor allem in den Sommermonaten häufiger vorkommt. Oder infolge einer Erkältung oder zu kalter Nahrungsmittel ist ein Dünndarmkatarrh mit Gärungsdyspepsie entstanden. Möglicherweise haben endogene und exogene Infekte durch Bakterien und Viren nicht nur einen Katarrh erzeugt, sondern auch gleich die erste Bindegewebsreaktion hervorgerufen, nämlich eine Entzündung im Dünn- und Dickdarm. Diese geht häufig mit einer Eiweißverdauungsstörung einher, also einer Fäulnisdyspepsie.

Im Falle der Gärungsdyspepsie tritt Diarrhö mit dünnem, hellem, oft schaumigem Stuhl von saurem Geruch auf, häufig verbunden mit Kollern und Plätschern im Darm und Meteorismus, die von einer Gasansammlung im Darm und Darmblähungen herrühren. In diesem Fall hat das Kind meist keine Schmerzen. Im Falle der Fäulnisdyspepsie ist der Stuhl hingegen eher dunkelbraun mit fauligem Geruch, oft auch mit Schleim im Stuhl. Es treten sehr schmerzhafte Blähungen auf. Immer ist der ganze Verdauungstrakt befallen.

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Naturheilpraxis 04/2018

Erschienen am 03. April 2018