Fachforum
Naturheilpraxis 01/2023

Akupunktur für die Praxis

Der Arzt Dr. Max Gruber aus Innsbruck berichtete 1976 von seinem Studienaufenthalt in China, dass Kinder dort bereits im Kindergarten so weit in Akupunktur ausgebildet werden, dass sie sich bei Alltagsbeschwerden selbst helfen können. Praktische Akupunktur ist also nicht schwer. Der Beitrag wendet sich an Leser mit wenig oder keiner Erfahrung in Akupunktur und Traditioneller Chinesischer Medizin. Sie sind herzlich eingeladen, mit mir die ersten Gehversuche zu machen.

Ein Beitrag von Siegfried Sulzenbacher
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Der Körper wird von Energieleitbahnen durchzogen, die alle Körperteile zeitgerecht mit Energie versorgen. Diese Lebensenergie nennt man Qi1. Wenn sich das Qi in einer Leitbahn staut, dann empfinden wir in dieser Leitbahn Schmerz. Wenn zu wenig Qi in dieser Leitbahn ist, dann empfinden wir Taubheitsgefühle. Diese Energieleitbahnen haben nichts mit Blut- und Lymphgefäßen oder mit dem Nervensystem zu tun. Es ist ein unabhängiger Energiekreislauf. Energieleitbahnen gibt es nur in lebenden Organismen. Eine Leiche ist energielos, und daher kann man auch in anatomischen Präparaten keine Energieleitbahnen finden. Die Energie in den Energieleitbahnen (auch Meridiane genannt) kann an den Akupunkturpunkten durch Druck (Akupressur) oder Stiche mit einer Nadel (Akupunktur) beeinflusst werden.

Krankheit wird in der chinesischen Medizin als eine energetische Störung, als Ungleichgewicht betrachtet. Diese Dysbalance geht einer körperlich-organischen Störung lange Zeit voraus. Ziel jeder guten Akupunktur ist also der energetische Ausgleich des Körpers.

Die Akupunkturpunkte

Die regulären Akupunkturpunkte liegen auf den Energieleitbahnen und haben drei Namen:

  • die Leitbahnbezeichnung, z. B. Leber 3 (abgekürzt Le 3)
  • der chinesische Name des Punktes: Tai Chong
  • die deutsche Übersetzung des chinesischen Namens: Äußerster Ansturm

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