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Naturheilpraxis 07/2021

Aktuelle Forschungsarbeiten zu Spermidin

Spermidin ist eine endogene, natürliche Substanz, die zuerst im Sperma entdeckt wurde, was zur Namensgebung geführt hat. Spermidin kommt jedoch in allen Körperzellen vor. Auch bestimmte Darmbakterien können das Polyamin produzieren. Der Hauptanteil muss aber über die Ernährung zugeführt werden.

Ein Beitrag von Heike Lück-Knobloch
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Polyamine sind eine Gruppe aliphatischer, geradkettiger Amine, die biosynthetisch von Aminosäuren abstammen. Neben Spermidin gehören dazu auch Spermin, Cadaverin und Putrescin. Spermidin findet sich vor allem in Weizenkeimen, Nüssen, Pilzen, Käse, Sojaprodukten, Hülsenfrüchten sowie in Nahrungsergänzungsmitteln wie Spermidin Köhler (Fa. Köhler). Dieses Nahrungsergänzungsmittel enthält pro Kapsel 500 mg gentechnikfreien Sojabohnenextrakt aus europäischem Anbau mit 1 mg Spermidin.

Die Substanz gilt als Kalorienrestriktions-Mimetikum. Sie verbessert die Mitochondrienfunktion und induziert die Autophagie. Das Polyamin soll besonders bei kognitivem Abbau, Krebs und kardiovaskulären Erkrankungen von Nutzen sein bzw. davor schützen können.

Autophagie-Induktion

Durch Spermidin lässt sich die Autophagie wieder ankurbeln, die mit zunehmendem Alter nachlässt. Die Autophagie ist ein Recyclingvorgang, der zelleigene Bestandteile wiederverwertet und auch für die Funktionalität der T-Zellen notwendig ist. Durch die Autophagie werden Pathogene, fehlerhafte Proteine oder nicht mehr funktionstüchtige Zellkomponenten abgebaut. Da die Zellen dadurch leistungsfähig bleiben, schützt dieser Prozess vor vielen Krankheiten (1). Polyaminen wie Spermidin werden zudem antiphlogistische Eigenschaften zugeschrieben (2).

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Naturheilpraxis 07/2021

Erschienen am 01. Juli 2021