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Naturheilpraxis 04/2022

Aktinische Keratosen – wenn Sonnenlicht krank macht

Aktinische Keratosen betreffen vor allem hellhäutige Menschen, deren Teint sich weniger gut vor Sonnenschäden schützen kann. Ihre Symptome betreffen zunächst nur die oberste Zellschicht der Haut, doch können sie im weiteren Verlauf aber auch das tieferliegende Gewebe erfassen. So kann Hautkrebsvorstufen als Folge von schädigendem UV-Licht vorgebeugt und behandelt werden.

Ein Beitrag von Margret Rupprecht
Lesezeit: ca. 8 Minuten
Calin Tatu / shutterstock.com

Ihr medizinischer Fachbegriff ist vielfältig, gibt aber bereits einen deutlichen Hinweis auf Ursache und Vorkommen des Krankheitsbildes: die aktinische Keratose, auch senile oder solare Keratose bzw. Lichtkeratose genannt. Aktinisch heißen in der Medizin jene Krankheiten, die durch schädigende Lichtstrahlen entstanden sind (griechisch: aktis – der Strahl, vor allem der Sonnenstrahl, und keras – Hornschicht). Diese Art der Keratosen gilt als Hautkrebsvorstufe; ihre Symptome betreffen zunächst nur die oberste Zellschicht der Haut, können im weiteren Verlauf aber auch das tieferliegende Gewebe erfassen. Es entsteht ein invasiver Tumor: das Spinaliom bzw. Plattenepithelkarzinom. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Nur bei etwa jedem zehnten Patienten entwickelt sich aus einer aktinischen Keratose ein bösartiger Hauttumor – neun von zehn Patienten bleibt diese Entwicklung erspart. Weil aber das Risiko mit zehn Prozent immer noch enorm hoch ist, gehört die aktinische Keratose, wie jede auffällige Hautveränderung, beim leisesten Verdacht unbedingt und sofort in die Hand eines Hautarztes.

Zu Beginn scheinbar harmlose Hautveränderung

Aktinische Keratosen betreffen vor allem hellhäutige Menschen, deren Teint sich weniger gut vor Sonnenschäden schützen kann als die Haut von dunkleren Typen. Auch in Ländern mit hoher UV-Strahlung – Stichwort: Ozonloch – kommt diese Art der Keratose häufig vor. So entwickeln in Australien 50% der hellhäutigen Männer zwischen 30 und 70 Jahren sowie ein Drittel der Frauen eine aktinische Keratose. Doch auch im sonnenärmeren Deutschland ist die Hautkrankheit nicht gerade selten. Hier sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen.

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Naturheilpraxis 04/2022

Erschienen am 01. April 2022