Panorama
Naturheilpraxis 08/2022

Affenpocken-Virus passt sich an Menschen an

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Der Erreger des aktuellen Affenpocken-Ausbruchs hat sich gegenüber dem afrikanischen Ursprungsvirus erstaunlich schnell verändert. Inzwischen konnten bei den weltweit auftretenden Viren 50 Punktmutationen unterschieden werden. Eigentlich sind Affenpocken eine beim Menschen seltene Erkrankung, doch seit Mai 2022 treten ungewöhnlich viele Affenpocken-Fälle außerhalb Afrikas auf. Was aber verhalf dem bislang nur schwer von Mensch zu Mensch übertragbaren Affenpockenvirus zu dieser Ausbreitung? Um dies zu klären, haben Joana Isidro vom Nationalen Zentrum für Gesundheit in Lissabon und ihre Kollegen 15 Proben des Virus von Patienten aus verschiedenen Ländern Europas, Nordamerika und Australien einer vergleichenden DNA-Analyse unterzogen. Drei DNA-Veränderungen führen demnach zum Austausch von drei Aminosäuren im Glykoprotein B21 des Virus. „Serologische Studien deuten darauf hin, dass dieses Affenpocken-Protein mehrere immunologische bedeutsame Ansatzstellen aufweist und damit ein wichtiges Ziel für Antikörper darstellt“, so die Forscher. Die Wissenschaftler identifizierten DNA-Unterschiede an 15 Stellen des Virusgenoms. Diese Punktmutationen müssen während der Weitergabe von Mensch zu Mensch aufgetreten sein und können darauf hindeuten, dass das Virus beginnt, seine Fähigkeiten zur Mensch-zu-Mensch-Übertragung zu verbessern.

Quelle

Scinexx. n.rpv.media/548

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Naturheilpraxis 08/2022

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Erschienen am 02. August 2022