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Naturheilpraxis 03/2022

Ätherische Öle bei psychosomatischen Beschwerden oder Depressionen

Ätherische Öle werden seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt in der traditionellen Medizin als konzentrierte Dampfdestillate verwendet, die aus einer Reihe von aromatischen Pflanzen oder Zitrusschalen gewonnen werden. Viele Studien weisen auf die biologische Aktivität dieser ätherischen Ölbestandteile hin.

Ein Beitrag von Dr. Nina Devrnja
Lesezeit: ca. 9 Minuten
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Chemisch gesehen sind sie komplexe Mischungen aromatischer flüchtiger Verbindungen, manchmal sogar aus Hunderten. Diese Verbindungen gehören zu den hochflüchtigen Monoterpenoiden und den weniger flüchtigen Sesquiterpenoiden.Ätherische Öle können auf drei Wegen in den Körper aufgenommen werden:

  • durch das Geruchs- und Atmungssystem (Dampfinhalation),
  • transdermal über Lotionen oder Kompressen (oft mit Massage und während des Badens) oder
  • oral, durch Einnahme von ätherischen Ölen in Form von Kapseln oder als Zusatz zu Lebensmitteln oder medizinischen Präparaten.

Ätherische Öle werden seit über 5 000 Jahren zur geistigen, spirituellen und körperlichen Heilung verwendet. Wenn wir an ätherisches Öl denken, gilt unser erster Gedanke seinem Aroma. Ein Aroma kann sowohl direkt als auch indirekt psychologisch wirken. Manchmal staunen wir darüber, wie der Geruchssinn uns beeinflusst. Es ist bekannt, dass bestimmte Gerüche angenehme Gefühle hervorrufen können, andere uns hingegen irritieren. Daher kann ätherisches Öl verwendet werden, um positive Gefühle zu erzeugen und das Wohlbefinden zu steigern, das unser Immunsystem stärkt.